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Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld

  1. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation

vom 23. bis 25. November 2016
am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung
an der Universität Hamburg

Das Feld der Gesundheitskommunikation zeichnet sich u. a. durch seinen hohen Anwendungsbezug aus. Die untersuchten Fragestellungen befassen sich zumeist mit lebensweltlichen Problemen, für deren Bearbeitung ein transdisziplinäres Vorgehen notwendig und sinnvoll erscheint. Durch die Kooperation von Akteuren aus Wissenschaft und Praxis kann es gelingen, gezielt die „disziplinäre Ordnung des wissenschaftlichen Wissens“ zu überschreiten (Jahn, 2008, S. 25). Transdisziplinarität weist insofern über Inter- und Multidisziplinarität hinaus, als sie eine Integration von Theorien und Methoden unter Beteiligung von Akteuren aus unterschiedlichen Disziplinen und Anwendungsbereichen anstrebt mit dem Ziel, einen gemeinsamen konzeptuellen Rahmen sowie  „problemadäquate“ wissenschaftliche und praxisrelevante Handlungs- und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Damit einher geht die Frage, inwieweit die Kommunikationswissenschaft ihre Forschungsperspektive erweitern muss, wenn sie zu einer umfassenden Bearbeitung des Problems beitragen will. Für die Forschungspraxis ergibt sich zudem die Herausforderung, Wege zu finden, dass die Kooperation trotz der unterschiedlichen Interessen der beteiligten Akteure störungsfrei, symmetrisch und auf das Projektziel bezogen verläuft. Gleichzeitig erfordert die disziplinäre Verortung der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innerhalb des eigenen Faches und ihre Anbindung an dessen Kern sowie der Umgang mit den Ergebnissen transdisziplinärer Projekte eine Reflexion.

Die Tagung der Fachgruppe Gesundheitskommunikation möchte die Reflexion über den transdisziplinären Charakter dieses Forschungsfelds anstoßen und diskutieren, welche Potenziale und Herausforderungen transdisziplinärer Forschung sich für die Gesundheitskommunikation ergeben und inwieweit der „transdisziplinäre Mehrwert“ (Jahn, 2008, S. 32) für die (kommunikationswissenschaftliche) Forschung und Praxis erkennbar ist und weiter erhöht werden kann.

Wir freuen uns über Beiträge, die sich mit transdisziplinären Fragestellungen in konkreten Projekten befassen oder Aspekte der transdisziplinären Forschung im Bereich der Gesundheitskommunikation reflektieren. Insbesondere Einreichungen zu folgenden Themen sind willkommen:

  • Entwicklungen des Forschungsfeldes im Hinblick auf Transdiziplinarität (z.B. Einfluss von Mediatisierungsprozessen)
  • Theoretische Ansätze zur Transdiziplinärität in der Gesundheitskommunikation (z. B. in Bezug auf Differenzierungsmerkmale und verwandte Konzepte)
  • Methodische Möglichkeiten und Herausforderungen (z. B. bei der Analyse von „Big Data“ im Gesundheitsbereich)
  • Rolle von Betroffenen im Kontext transdiziplinärer Forschung (z.B. Partizipative Evaluation, Interventionsforschung)
  • Herausforderungen und Mehrwert transdisziplinärer Projekte für die beteiligten Akteure aus Forschung und Praxis (z. B. Vertreterinnen und Vertreter der Kommunikations- und Gesundheitswissenschaft, der Medizin, des Gesundheitssystems, etc.)
  • Output und Verwertbarkeit der Ergebnisse transdisziplinärer Forschung im Bereich der Gesundheitskommunikation (z. B. Veröffentlichungsmöglichkeiten und -praktiken)
  • Implementierung von Ergebnissen transdisziplinärer (Forschungs-)Projekte in die gesundheitsbezogene Praxis (z. B. Erstellung bedürfnisorientierter Informations- und Unterstützungsangebote)

Formalia

Einreichungen für die Tagung sind als Vortrag (Dauer: ca. 15 Minuten) oder Poster (Poster-Session und Ausstellung während der gesamten Tagungsdauer) möglich. Die Vorschläge können bis zum 15. Juli 2016 (Extended Deadline) in Form von Extended Abstracts mit maximal 8.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) über das Online Abstract Management System der Tagung eingereicht werden. Bei der Einreichung ist die bevorzugte Form der Präsentation (Vortrag oder Poster) anzugeben.

Die Einreichungen sollten sich einem der oben aufgeführten Themenschwerpunkte zuordnen lassen. Bei empirischen Projekten sollte aus dem Extended Abstract hervorgehen, in welcher Phase sich das Projekt zum Zeitpunkt der Einreichung befindet (Design, Implementierung, Auswertung), und es sollte möglichst auf Ergebnisse eingegangen werden.

Alle Einreichungen werden in einem anonymen Begutachtungsverfahren von jeweils mindestens zwei Gutachterinnen bzw. Gutachtern anhand folgender Kriterien beurteilt:

  • Bezug zum Tagungsthema,
  • Relevanz der Fragestellung,
  • Theoretische Fundierung,
  • Angemessenheit der Methode bzw. der Vorgehensweise sowie
  • Klarheit der Darstellung.

Über die Annahme der Einreichungen informieren wir bis zum 9. September 2016.

Organisatorischer Rahmen

Die Tagung wird vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg in Kooperation mit dem Research Center for Media & Communication der Universität Hamburg ausgerichtet. Die Veranstaltung beginnt am Abend des 23. November 2016 mit einem Get-Together und endet am Nachmittag des 25. November 2016. Genauere Informationen zum Tagungsort, Empfehlungen für Übernachtungsmöglichkeiten, Informationen zur Anreise sowie weitere organisatorische Details geben wir in Kürze auf der Tagungswebsite bekannt.

Nachwuchsworkshop

Im Vorfeld der Tagung findet der Nachwuchsworkshop der Fachgruppe Gesundheitskommunikation statt. Der Call for Papers ist online auf der Tagungswebsite erreichbar. Einreichungen sind bis zum 5. August 2016 möglich.

Wichtige Daten

Zeitraum für Einreichungen: 6. Mai bis 15. Juli 2016
Rückmeldung an die Einreichenden: 9. September 2016
Registrierung: ab Mitte September 2016
Veröffentlichung des Programms: Anfang Oktober 2016
Nachwuchsworkshop: 23. November 2016
Tagung: 24. bis 25. November 2016

 

Aktuelle Informationen zu Organisation und Ablauf der Tagung können der Tagungswebsite http://geskom2016.hans-bredow-institut.de entnommen werden.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Einreichungen und auf Ihren Besuch in Hamburg!

Im Namen der Fachgruppe Im Namen des ausrichtenden Instituts
Jun.-Prof. Dr. Matthias Hastall Dr. Claudia Lampert
Prof. Dr. Constanze Rossmann Michael Grimm, M.A.

 

Kontakt

Bei Fragen steht Ihnen das Organisationsteam gerne unter der E-Mail-Adresse geskom2016@hans-bredow-institut.de zur Verfügung.

Hans-Bredow-Institut für Medienforschung
an der Universität Hamburg
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

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